Nach Ruecksprache und Einverstaendnis von Frau Trickl moechte der Wuiderer folgenden Brief, den er am 11. Februar erhalten hat, veroeffentlichen:
Hallo, Wuiderer!
Ich hätte Ihnen zwar schon länger einmal auf Ihre Einträge geschrieben, allerdings hinderte mich daran immer, das „Anonyme“ und daß man nicht weiß, wer hinter diesen Einträgen steckt. Nun ja, vielleicht bekomme ich das durch diese Mail einmal mit.
Auf jeden Fall einmal Kompliment für Ihre Seite, ich weiß wieviel Arbeit so etwas macht und finde es gut, wenn wer Aufklärung anhand Fakten betreibt. Ich habe die Seite www.krankenhausschule-gap.de erstellt, da ich als betroffene Mutter (3 Kinder) und als kulturell verankerter Mensch, der darüber hinaus sozial und wirtschaftlich denkt, den Verkauf dieses Grundstücks zu diesen Bedingungen (GmbH / Preis / Hotelplanung / Lage / Eigentumswohnungen) als Unding empfinde. Ich weiß, daß Sie da anderer Meinung sind. Allerdings möchte ich Ihnen den Verkauf der Wirtschaftsschule ins Gedächtnis rufen, welcher an die Pisa Grund GmbH und Co. KG für 4 Millionen Euro erfolgte (acht Monate später soll dieses Gebäude wesentlich teurer weiterverkauft worden sein). Die Auflage, daß eine Schule in dieses Gebäude müsse, wurde durch den Konkurs der Montessori-Schule schnellstens umgangen. Und jetzt bekommen wir dort einen Tengelmann, Aldi und ein Parkhaus hin. Wirklich nicht das, was wir in der verkehrsüberlasteten Von-Brug-Straße neben dem denkmalgeschützten Finanzamt brauchen. Ursprünglich sollten Tiefgaragen auf den Von-Brug-Park und in die Wirtschaftsschule, im Hinblick darauf wurden diese Gebäude auch vom Gemeinderat abgesegnet. Aber wahrscheinlich wissen Sie als eifriger Beobachter der Ortspolitik genausogut wie ich, daß das was der Gemeinderat absegnet, sowieso meistens nicht mit dem Ergebnis überein stimmt.
Wir sind ein historischer Ort und reißen alle alten Gebäude ab. Ganz extrem ist das noch bei der Krankenhausschule zu sehen, die hat für den geplanten Abriß extra noch ein neues Dach bekommen und auch die Brandschutzmaßnahmen wurden 2005 dafür noch erfüllt. Daß dann ein Wohngebiet und das Zentrum ohne Kindergarten da steht, weswegen es ärmere Familien, welche sich kein Auto bzw. kein zweites Auto leisten können, kaum noch möglich sein wird, ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken, scheint für viele unserer Gemeindevertreter auch vollkommen uninteressant zu sein (man versteht wahrscheinlich auch gar nicht, daß in anderen Städten zu einem Neubaugebiet ein Kindergarten dazugeplant wird). Auch scheint es die Maßgeblichen nicht zu interessieren, daß das neue Schulgebäude auf einen Bauplatz gebaut werden soll, der einfach zu klein ist, um den Ansprüchen des 21ten Jahrhunderts Rechnung zu tragen (falls denn überhaupt ein neues Schulhaus ins Viertel kommen sollte). Wenn diese Schule nicht kommt, fahren dann halt die Eltern bzw. Mütter (weil sie nichts Besseres zu tun haben) ihre Kinder jahrelang (manchmal jahrzehntelang) in der Gegend herum (und erhöhen dabei den Verkehr und die Abgase in unserem Kurort). Bei drei Kindern, ist man dann den ganzen Vormittag unterwegs!
Von Interesse dabei scheint nur zu sein, daß die Corona GmbH mit den sechs Einzelhäusern mit Eigentumswohnungen auf diesem Grundstück ihr risikoloses Geschäft macht (es würde mich interessieren, wer da noch alles mitverdient). Daß die Gemeinde auf jeden Fall draufzahlt scheint dabei vollkommen zweitrangig zu sein. Es gibt viele verpaßte Gelegenheiten für ein Fünf-Sterne-Hotel, welche Thomas Grasegger recht schön im CSU-Wahlblatt beschreibt ( http://csu-gap.de/fileadmin/download/CSU/Zeitung_web_neu.pdf ).
Nur zur Klarstellung: Ich bin in keiner Partei und habe auch nicht vor, irgendwann einmal einer anzugehören. Dafür bin ich viel zu frei denkend und müßte mich viel zu sehr verdrehen, um mich den jeweiligen Parteidogmen unterzuordnen. Ich kann beispielsweise auch viele Freie-Wähler-Kandidaten nicht verstehen. Da wird Werbung mit deren Köpfen gemacht und letztendlich denkt jeder, daß man das wählt, was diese Köpfe gut finden oder ablehnen. Dabei lehnen beispielsweise Josef Ostler, Sigrid Steiner und Christina Lorenz diesen Verkauf ab, und trotzdem werben sie für eine Partei, die für diesen Verkauf das Zünglein an der Waage ist (wegen der Einstellung der Freien Wähler entstand die www.krankenhausschule-gap.de ).
Übrigens ein schönes Thema für Ihren Blog wäre: Seit 13.12.2008 fand keine Gemeinderatssitzung mehr statt, weil in dieser die endgültige Abstimmung erfolgen sollte, ob man an diesem Verkauf zu diesen Bedingungen festhalten soll oder ob man ihn ganz fallenlassen soll. In der Zwischenzeit hat sich das Viertel allerdings sehr entleert (ohne vorherige Abstimmung und vermutlich mit viel Abfindungszahlungen), so daß das Thema „Entmietung“ zu mindestens keine Rolle mehr spielen dürfte. Angeblich hat jetzt Max Wank eine Gemeinderatssitzung für nächsten Donnerstag erzwungen. Jetzt steht es aber statt der endgültigen Abstimmung schon wieder zur Debatte, daß man die endgültige Abstimmung erst auf den neuen Gemeinderat im Mai vertagt. Das ist natürlich toll für Schmid und sämtliche Befürworter (ÖDP, Freien Wähler, Bayernpartei), weil man dann keine Wählerstimmen mehr verlieren kann. Ja, ja, schlau ist er schon, der Schmid! Das sieht man auch an der „Schulden-Gegenüberstellung“ http://www.trickl.de/Schulden.pdf . Übrigens paßt zu dem Ganzen ein etwas älterer Zeitungsartikel: http://www.merkur-online.de/mm_alt/regionenalt/gap/art47,263497
Nur, wie soll es unter so einem Bürgermeister weitergehen? Der Streit im Gemeinderat wird unter Schmid immer bleiben. Von denen, die ihn damals förderten, steht glaube ich keiner mehr hinter ihm. Von denen, die heute hinter ihm stehen, werden sich auch viele abwenden. Für Investoren sind wir kein Thema, so lange Schmid am Ruder ist, es sei denn für solche, die solche tolle Geschäfte wittern, wie mit dem Krankenhausschulgrundstück.
Vielleicht können Sie verstehen, daß ich einfach stinksauer bin. Und ich kann Ihnen auch sagen, was mich am meisten aufregt: Daß einer daher kommen kann und die Leute verarscht und für dumm verkauft und so viele darauf hereinfallen.
In diesem Sinne, verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Ihre
Heidemarie Trickl
P.S.: Ich würde ich mich freuen, wenn sich der „Unbekannte“ hinter seinem „Wuiderer“ offenbaren würde.
15.2.08
18.12.07
Kaufkraft in Bayern - Und wo liegt Garmisch-Partenkirchen?
Die Kaufkraftstatistik aus Bayern zeigt eigentlich ziemlich treffend, warum der Wuiderer so auf Wachstum und Fortschritt fuer unseren Ort setzt. Schaun's doch mal die Liste an, und stellen's selber fest wo wir liegen, und wer vor uns liegt.Garmisch-Partenkirchen liegt noch nach Weilheim!? an 171. Stelle mit einer durchschnittlichen Kaufkraft p.P. von knapp unter Euro 20000.00. Ganze 170 bayerische Orte weissen eine hoeher Kaufkraft auf, als Ga-Pa. Zum Vergleich, Gruenwald ist Erster mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von Euro 43576.00 p.P. - mehr als doppelt so viel, wie bei uns.
Weitere Kommentare kann sich der Wuiderer wahrscheinlich sparen...
Bis zum naechsten Mal!
17.12.07
Unsere Hotels in Garmisch-Partenkirchen


Haben Sie im Bayernteil des Muenchner Merkurs vom 15.12.07 den beiliegenden Artikel gelesen? Komisch, ich habe den in unserem Ortsteil nicht entdeckt, oder hat der Wuiderer da was uebersehen, oder sogar der Herr Beez, was ja kaum vorstellbar ist. Besonders dann, wenn's darum geht, unseren Ort in die Pfanne zu hauen. Aber vielleicht wollte man den nicht plazieren, weil man die im Artikel beinhaltlichen Maengel nicht indirekt unseren Buergermeister in die Schuhe schieben konnte, wer weiss?
Auf alle Faelle gibt diese Studie zum rechten Zeitpunkt eine aktuelle Istbeschreibung unserer Hotelerie dar. Selbstverstaendlich gibt es da eine Anzahl von Hotels, die hervorragende Arbeit leisten, und mit Sicherheit diese Verallgemeinerung nicht verdient haben. Wir muessen uns allerdings im Klaren sein, dass wir unsere Hotel-Infrastruktur dringend verbessern muessen. Und wie in dem Artikel so passend beschrieben wird, haben viele dieser angesprochenen Maengel nichts mit dem Diridari zu tun. Da wird einfach nur zu schlampig gearbeitet, was den ganzen Ort und auch natuerlich die Herbergen schadet, die einen vernuenftigen Job machen.
Jetzt hat unser lieber Gemeinderat beschlossen, dass man irgendwann nochmals abstimmt, ob man das geplante 5 - Sterne Hotel (siehe beiliegender Artikel vom Tagblatt/Ortsteil von 15.12.) an der St. Martin Str. gebaut wird. Der Wuiderer hat einfach keine Lust mehr, zu analysieren, warum wir jetzt wieder von vorne anfangen. Lesen's einfach mal den Artikel, dann sehen's selber, dass mir alle zu dumm sind, aus unserem Ort was Gscheits zu machen. Egal, wie das ganze ausgeht, Tatsache ist, dass jeder potentielle Investor sich ernsthaft fragen muss, ob es ueberhaupt Sinn macht, ueber Garmisch-Partenkirchen nachzudenken. Bitte liebe Leut, nimmt's solche Themen nicht als Wahlkampf her! Wir verbauen uns wirklich noch die ganze Zukunft, damit unsere Heimat endlich eine profitierende Wirtschaftsmacht in Sachen Tourismus wird. Nur so koennen wir erreichen, dass unser eigener Nachwuch qualifizierte und hochwertige Stellen in unserem Ort bekommt, in dem bayerisch und nicht preissisch gsprochen wird.
Macht's doch bitte ned immer gleich alles schlecht. Nicht nur im Falle des 5-Sterne Hotels wird es in Zukunft Vor- und Nachteile geben. Ja, es ist bitter, dass viele Klassen von der jetzigen Schule in eine voellig neu gebaute Schule umziehen muessen. Dem Wuiderer tun auch die Betreiber der Schrebergaerten leid, fuer die man eine neue Heimat finden muss. Sicherlich gibt es vielleicht auch noch bessere Standorte, um das Hotel woanders zu bauen. Aber Tatsache ist, dass nun mal der Herr Schneider und seine Investoren nur auf dem Areal an der St. Martin Str. das Hotel bauen wollen, und nicht woanders. Wenn ein Max Wank als Begruendung angibt, das ganze nochmal abstimmen zu lassen, weil ja jetzt u.a. das fruehere US Areal and der St. Martin Str/Olympiastrasse wieder zu haben ist, dann ist das purer Wahlkampf mit dem Ziel, einen weiteren "Sieg" unseres Buergermeisters zu vermeiden.
Lieber Max, tu uns allen bitte einen Gefallen und ruf Herrn Schneider an. Frage ihn bitte, ob er sich vorstellen koennte auch auf dem U.S. Areal das 5 Sterne Hotel zu bauen. Wenn der Herr Schneider Dir dann sagt, dass dieser Standort fuer ihn, bzw. fuer Paris Hilton nicht in Frage kommt, dann hoere bitte auf und unterstuetze den Bau dieses dringend notwendigen 5-Sterne Hotels, denn so etwas - und da sind sich ja anscheinend alle einig - brauchen wir jetzt, nicht morgen und nicht uebermoergen. Die gerade veroeffentlichte Studie ist der Beweis fuer die Notwendigkeit, gesunde Konkurrenz in unseren Ort zu bekommen. Denn wie sagt man richtigerweise: Konkurrenz belebt das Geschaeft!
Und jetzt noch etwas in eigener Sache. Jeder der meine Blogs liest, kann sehr einfach erkennen, dass der Wuiderer eher die Vorteile, als die Nachteile in der Arbeit unserers derzeitigen Buergermeister Thomas Schmid sieht. Die Vorteile beziehe ich auf unsere zukuenftige Ausrichtung unseres Ortes. Mir ist durchaus bewusst, dass nicht alles, was von Herrn Schmid "angeschoben" wurde, gut und perfekt ist.
Sicherlich kann man uber den Neubau Chamonixstrasse diskutieren.
Sicherlich hat er anfangs die Kosten der neuen Schanze niedriger vorhergesagt, wusste allerdings, dass sie viel mehr kosten wird.
Sicherlich hat Schmid menschliche Eigenschaften, die den einen, oder anderen zu Recht sauer aufstossen.
Sicherlich ist er in den letzten 6 Jahren wahrscheinlich zu vielen Leuten auf die Schuhe getreten, um gewisse Dinge umzusetzen.
Sicherlich waere ihm ein etwas geringeres Geltungsbewusstsein zu wuenschen, mit dem er sofort Sympathiepunkte gewinnen wuerde.
Sicherlich gibt es noch viele andere Sachen, die man ihm anlasten, bzw. vorwerfen kann.
Tatsache ist allerdings: Thomas Schmid hat in den letzten 6 Jahren unserem Ort gut getan. Endlich wacht Garmisch-Partenkirchen schoen langsam aus dem 25 jaerhigen Dornroesschenschlaf durch die Neidlinger Narkose auf. Schauen Sie sich doch nur mal all die Baustellen im Ort an. Die Buerger sind bereit, wieder in unseren Ort zu investieren. Unsere Liftanlagen werden und wurden modernisiert. Die Schneekanonen sorgen dafuer, dass wir zur Weihnachtszeit perfekts Skibedingungen fuer uns Einheimische und fuer unsere Wintersportgaeste haben werden. Der Mohrenplatz ist auch fast fertig und sehr schoen geworden. Mit Thomas Schmid hat der Wuiderer einfach ein gutes Gefuehl, dass dieses Tempo der Modernisierung in unserem Ort beibehalten wird. Garmisch-Partenkirchen lebt nun mal vom Tourismus und unserer Tradition. Der Wuiderer sieht derzeit keine Alternative zu Schmid, trotz seiner Defizite. Sorry, Frau Dr. Meierhofer und Herr Max Wank, aber mit Ihnen als Buergermeister kann sich der Wuiderer vorstellen, dass Sie uns ein gewaltiges Tempolimit aufhalsen, und dass ist das wenigste, was sich unser Ort derzeit leisten kann.
Bis zum naechsten Mal, Ihr Wuiderer
10.11.07
Wahlkampf Chaos
Fuer all diejenige, die in unserem Ort keine grossen Veraenderungen wollen, kommt der heutige Artikel in unserem Tagblatt genau richtig.Der Beez hat natuerlich in seiner Analyse recht, dass viele Investoren mit Spannung warten, wer Buergermeister wird. Sollte es wirklich Wank werden, bestehen berechtigte Zweifel, dass Garmisch-Partenkirchen in Zukunft ein potentieller Standort fuer dynamische Investitionen werden koennte. Sicherlich werden Themen, wie Ski WM und eventueller Mitbewerber der Winterolympiade Investitionen foerdern. Aber wenn man nicht weiss, wohin die Reise der zukuenftigen Ausrichtung unseres Ortes geht, wird es schwer, nachhaltig die dringend notwendigen Investoren zu bekommen.
Fakt ist, dass wir finanzielle Unterstuetzung zur Errichtung eines neuen Kongresszentrums, sowie - nach wie vor ganz wichtig - dringend neue 4- und 5 Sterne Hotels benoetigen. Sollten beide Themen erfolgreich umgesetzt werden, haetten wir neben dem traditionellen Tourismus eine fuehrende Kongressdestination, und Kongresse bringen richtig gutes Geld...
Genau bei diesem Thema laesst sich ziemlich genau abzeichnen, wo die Reise unter Leitung eines Max Wank hingeht. Mit 100 %iger Sicherheit wird man sich den Gegnern beugen (siehe Hotelprojekt) und nach alternativen Loesungen suchen - so lange, bis das derzeitige Momentum nach Investitionsbereitschaft wieder erloschen ist. Wir muessen uns ueber eins im klaren sein. Allen kann man es nicht recht machen. In Sachen Hotel Projekt zum Beispiel sind sich zwar die meisten einig, dass wir ein 5 Sterne Hotel brauchen, allerdings nicht, wo es gebaut werden soll. Und das hat auch sehr viel mit Eigeninteressen zu tun. Die Hotelgeschichte widerspiegelt ein typisches Ortsproblem: Ja zum 5 Sterne Hotel, aber nur dann, wenn Standort und der Diridari stimmt, oder wir bauen das Hotel selbst dann, wenn der Ort damit nicht reich wird, und der Standort fuer einen Teil der Bevoelkerung nicht optimal ist? Das haengt ganz davon ab, welche Prioritaeten Sie, lieber Buerger, haben.
Bis zum naechsten Mal, Euer Wuiderer
3.11.07
Die Schanze der Widersprueche
Zum Hauptthema unserer heutigen Ausgabe (3.11.07) des Kasbladls ein kurze Kommentar:
Gell Herr Beez, is des schoen, dass es in Garmisch so viel zum Schreiben gibt. Ein Wahlkampfjahr ist immer etwas besonderes fuer die Zeitungen. Schoen langsam kann der Wuiderer allerdings den Schmarrn nimmer lesen. Kein Zweifel, dass die Schanze erheblich teuerer wird, und darueber ist der Wuiderer auch alles andere als begeistert. Allerdings wissen wir das jetzt schon seit laengerer Zeit durch viele, viele Berichte in unserer Zeitung. Ist doch klar, dass Wank und Meierhofer ihren Senf dazugeben muessen. Sie sind natuerlich nicht schuld, warum? Haben die beiden gegen den Schanzenbau gestimmt, oder sind sie vielleicht so naiv, nicht gewusst zu haben, dass ein solches Projekt noch nie billiger, sondern immer teurer wird? Und das ganze nochmals um ein Jahr zu verschieben, um eine bessere und vielleicht guenstigere Ausschreibung zu erhalten, haette das Ergebnis gehabt, dass wir uns dann ganz viel Geld haetten sparen koennen. Nicht 2,3,4 oder sogar 5 Millionen, sondern genau den Betrag, der fuer den Schanzenbau ausgegeben wird. Einige Leute in unserem Ort koennen wirklich nicht glauben, dass andere Orte Schlange standen und geradezu nur gehofft haben, dass wir die Schanze dieses Jahr nicht haetten bauen koennen. Die 4 Schanzen Tournee waere naemlich ganz sicher ohne Garmisch-Partenkirchen dieses Jahr ueber die Buehne gegangen. Aber verstaendlicherweise wollen das bestimmte Leute nicht so kommunizieren, obwohl sie es wissen. Hat des vielleicht was mit dem Wahlkampf zu tun?
Uebrigens, der Wuiderer ist eigentlich schon ein sportlicher Typ and ein grosser Anhaenger von Sportveranstaltungen in unserem Ort. Allerdings haette er im Falles des Neujahrsspringen keine Probleme gehabt, wenn unseren Part ein anderer Ort uebernommen haette. Warum? 3 Gruende:
1. Wegen einer Veranstaltung 15 Mio Investionssumme macht rein rechnerisch trotz des grossen Werbeaufkommens fuer unseren Ort keinen Sinn.
2. Touristisch bringt vielleicht die Schanze insofern was, dass mehr Gaeste zum Skistadion rausfahren, um sich das "Juwel" anzusehen. Aber wir koennen dadurch keine zusaetzlichen Einnahmen erwarten.
3. Die Zeit von 29.12. bis 1.1. ist bei uns absolute Hochsaison. Alle gebuchten Zimmer, die durch Funktionaere und Springer belegt werden, koennen fuer das Weihnachtsgeschaeft nur bedingt verwendet werden. Wir verlieren dadurch einen haufen Geld, weil all diese Gaeste, die mindestens eine Woche diese Zimmer belegen wuerden, ihre Kaufkraft woanders einsetzen.
Ich weiss schon, was jetzt kommt. "Spinnst Du Wuiderer, des Neujahrsspringen ist doch a super Werbung fuer unseren Ort!" Wirklich? Ist des echt so eine gute Werbung? Also ganz ehrlich, wenn der Wuiderer des Weltcup Springen von Willingen anschaut, motiviert des ihn nicht, diesen Ort wegen deren Schoenheit und der Schanze zu besuchen. Weil 100 Pferde dadn mi da ned runterbringa! Warum sollte auch ein potentieller Gast auf die Idee kommen, wegen der Schanze in Ga-Pa Urlaub zu machen? A bisserl was anderes ist des, wenn da Wuiderer ein Weltcup Skirennen anschaut - weil er wahnsinnig gern Ski fahrt. Da juckts dann, die gleichen Pisten zu fahren, die da im Fernseher so schoen gezeigt werden. Aber wer weiss, des kann natuerlich schon sein, dass der Wuiderer mit der Meinung ned ganz richtig liegt. Man kann ja nicht immer nur Recht haben, oder? Des waere uebrigens schoen, wenn ab und zu auch mal unsere Buergermeisterkandidaten zu einer solchen Selbstkritik kommen wuerden.
Bis zum naechsten Mal, Eurer Wuiderer!
Gell Herr Beez, is des schoen, dass es in Garmisch so viel zum Schreiben gibt. Ein Wahlkampfjahr ist immer etwas besonderes fuer die Zeitungen. Schoen langsam kann der Wuiderer allerdings den Schmarrn nimmer lesen. Kein Zweifel, dass die Schanze erheblich teuerer wird, und darueber ist der Wuiderer auch alles andere als begeistert. Allerdings wissen wir das jetzt schon seit laengerer Zeit durch viele, viele Berichte in unserer Zeitung. Ist doch klar, dass Wank und Meierhofer ihren Senf dazugeben muessen. Sie sind natuerlich nicht schuld, warum? Haben die beiden gegen den Schanzenbau gestimmt, oder sind sie vielleicht so naiv, nicht gewusst zu haben, dass ein solches Projekt noch nie billiger, sondern immer teurer wird? Und das ganze nochmals um ein Jahr zu verschieben, um eine bessere und vielleicht guenstigere Ausschreibung zu erhalten, haette das Ergebnis gehabt, dass wir uns dann ganz viel Geld haetten sparen koennen. Nicht 2,3,4 oder sogar 5 Millionen, sondern genau den Betrag, der fuer den Schanzenbau ausgegeben wird. Einige Leute in unserem Ort koennen wirklich nicht glauben, dass andere Orte Schlange standen und geradezu nur gehofft haben, dass wir die Schanze dieses Jahr nicht haetten bauen koennen. Die 4 Schanzen Tournee waere naemlich ganz sicher ohne Garmisch-Partenkirchen dieses Jahr ueber die Buehne gegangen. Aber verstaendlicherweise wollen das bestimmte Leute nicht so kommunizieren, obwohl sie es wissen. Hat des vielleicht was mit dem Wahlkampf zu tun?
Uebrigens, der Wuiderer ist eigentlich schon ein sportlicher Typ and ein grosser Anhaenger von Sportveranstaltungen in unserem Ort. Allerdings haette er im Falles des Neujahrsspringen keine Probleme gehabt, wenn unseren Part ein anderer Ort uebernommen haette. Warum? 3 Gruende:
1. Wegen einer Veranstaltung 15 Mio Investionssumme macht rein rechnerisch trotz des grossen Werbeaufkommens fuer unseren Ort keinen Sinn.
2. Touristisch bringt vielleicht die Schanze insofern was, dass mehr Gaeste zum Skistadion rausfahren, um sich das "Juwel" anzusehen. Aber wir koennen dadurch keine zusaetzlichen Einnahmen erwarten.
3. Die Zeit von 29.12. bis 1.1. ist bei uns absolute Hochsaison. Alle gebuchten Zimmer, die durch Funktionaere und Springer belegt werden, koennen fuer das Weihnachtsgeschaeft nur bedingt verwendet werden. Wir verlieren dadurch einen haufen Geld, weil all diese Gaeste, die mindestens eine Woche diese Zimmer belegen wuerden, ihre Kaufkraft woanders einsetzen.
Ich weiss schon, was jetzt kommt. "Spinnst Du Wuiderer, des Neujahrsspringen ist doch a super Werbung fuer unseren Ort!" Wirklich? Ist des echt so eine gute Werbung? Also ganz ehrlich, wenn der Wuiderer des Weltcup Springen von Willingen anschaut, motiviert des ihn nicht, diesen Ort wegen deren Schoenheit und der Schanze zu besuchen. Weil 100 Pferde dadn mi da ned runterbringa! Warum sollte auch ein potentieller Gast auf die Idee kommen, wegen der Schanze in Ga-Pa Urlaub zu machen? A bisserl was anderes ist des, wenn da Wuiderer ein Weltcup Skirennen anschaut - weil er wahnsinnig gern Ski fahrt. Da juckts dann, die gleichen Pisten zu fahren, die da im Fernseher so schoen gezeigt werden. Aber wer weiss, des kann natuerlich schon sein, dass der Wuiderer mit der Meinung ned ganz richtig liegt. Man kann ja nicht immer nur Recht haben, oder? Des waere uebrigens schoen, wenn ab und zu auch mal unsere Buergermeisterkandidaten zu einer solchen Selbstkritik kommen wuerden.
Bis zum naechsten Mal, Eurer Wuiderer!
17.10.07
Eine Antwort und eine Bestaetigung erhalten


Danke an Hans Schaffer für seinen Leserbrief von 15.10 (siehe Bericht anbei)., der dem Wuiderer eigentlich genau das bestätigt hat, was er in seinem letzten Blog am 13.10. über Thomas Schmid geschrieben hat. Es scheint so, dass der Wuiderer mit seiner Einschätzung nicht allzuweit weg liegt.
Ein zweites Danke schön an die Garmisch-Partenkirchner SPD, die uns ebenfalls am 15.10. ihr Wahlprogramm vorgestellt hat (siehe Bericht anbei). Jetzt über wir uns ja endlich ein etwas besseres Bild über deren Ziele und Verbesserungsvorschläge machen. In meinen Augen hat derzeit Meierhofer die grösseren Chancen als Wank, für Thomas Schmid eine ernste Widersacherin zu werden. Wenn's die clever anstellt, dann kann's zur grossen Trotzreaktion kommen: nachdem weder der eine, noch der andere was bringt, wähln ma sie - oder mir wähln gar ned...
Bis zum nächsten Mal, Ihr Wunderer
13.10.07
Eine etwas anderer Analyse zur derzeitigen Bürgermeisterwahl


Wer gewinnt die Garmisch-Partenkirchner Bürgermeisterwahl?
Derzeit ist es etwas ruhig geworden, im Bürgermeister-Wahlkampf von Garmisch-Partenkirchen. Die Kramertunnel Debatte hat derzeit Vorrang. Mittlerweile dürfte sich herauskristallisiert haben, dass es insgesamt 3 Kandidaten gibt: Thomas Schmid, Max Wank und Siegrid Meierhofer. Ob die Freien Wähler noch einen Kandidaten an Land ziehen, wird sich zeigen. Allerdings müsste dies jetzt sehr schnell geschehen. Sie wollen ja unbedingt mit einen Kandidaten ins Rennen gehen, aber es scheint so, dass sie bei der Suche nicht fündig werden. Warum ist das eigentlich so, dass gute Leute einen grossen Bogen um dieses einflussreiche Ehrenamt machen? Ich kann’s nur so begründen, dass die guten Leute in der Freien Markwirtschaft einfach besser besoldet werden. Ausserdem kann keiner voraussehen, ob man nach 6 Jahren dann noch einen Job hat.
Jetzt glauben’s aber bitte nicht, dass ich unsere 3 Kandidaten als nicht qualifiziert halte. Sie haben alle Ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen. Die Mehrheit der Bevölkerung ist allerdings mit keinen der 3 Kandidaten so richtig begeistert.
Siegrid Meierhofer kandidiert für eine Partei, die zwar schon mehrere Bürgermeister in unserem Ort gestellt hat, allerdings ist ihre SPD Mitgliedschaft nicht unbedingt förderlich, in Garmisch-Partenkirchen von einer schwarzen Mehrheit gewählt zu werden. Ausserdem weiss man von ihr zu wenig. Der Wuiderer hat von ihr noch nicht viel gelesen, geschweige denn ein Wahlprogramm zu Gesicht bekommen. Trotzdem hat sie Chancen, am 3. März ins Rathaus einzuziehen. Warum, das lesen sie gleich!
Kommen wir zu Max Wank. Ich habe noch keinen getroffen, der mit sagte, dass er Max Wank wählen wird. Zugegeben, der Wuiderer verkehrt weder im Volkstrachtenverein, noch im Kolpingsverein, oder bei der Feuerwehr. Und singen kann er auch nicht. In diesen Gruppierungen gibt es bestimmt eine grosse Mehrheit, die nicht nur aus Solidarität zur CSU Wank wählen werden.
Nehmen wir mal das Wahlprogramm von Max Wank genauer unter die Lupe:
Konsolidierung des Haushaltes und Abbau der Schulden. Jetzt fällt mir nix mehr ein, oder hat er noch mehrere Themen in seinem Wahlkampf parat? Ich weiss es wirklich nicht. Die CSU war mit Ihrem Oberhäuptling Thomas Schmid nicht mehr zufrieden und hat den nächstbesten als Nachfolger bestimmt. Ist allerdings Max Wank ein Kandidat, Bürgermeister zu werden? Hat er das Zeug, unseren Ort strategisch und zukunftsweisend zu steuern? Oder verfolgt er eine Politik der einheimischen “Traditionalisten”, alles wieder etwas langsamer anzugehen, Begriffe wie Brauchtum und Tradition wieder mehr aufleben zu lassen und die wahren Interessen der Bevölkerung vor den wirtschaftlichen Interessen des Ortes zu stellen. Mei wär des schee, wenn wir auf den ganzen Schmarrn, wie Fremdenverkehr, Ski WM, Olympia-Bewerbung, Beschneiung, oder neue Bergbahnen verzichten könnten. Des meint der Wuiderer fei wirklich! Stellen Sie sich vor, eine Ortspolitik zu gestallten, bei der nur die persönlichen Interessen der Bürger umgesetzt werden. Das wäre der Traum! Hätten nur Adam und Eva nicht in den Apfel gebissen…
Somit kommen wir zu unserem amtierenden Bürgermeister Thomas Schmid. Die letzten 5 1/2 Jahre haben gezeigt, dass er nicht nur Politik macht, die für die persönlichen Interessen der Bürger zugeschnitten sind. Er versucht unseren Ort zukunftsweisend in die richtige Richtung zu steuern, allerdings hat ihn sein GPS ab und zu im Stich gelassen. Doch grundsätzlich muss man schon anerkennen, dass Schmid mit viel Arbeit und persönlichen Einsatz versucht, dieses Ziel zu erreichen. Natürlich kann man über die eine, oder andere (vielleicht auch viel mehr) Entscheidungen diskutieren, ob diese richtig oder falsch waren. Lustigerweise sind die ja alle einstimmig vom Gemeinderat so befürwortet wurden – also auch von allen Schmid-Gegnern. Keine Frage, auch der Wuiderer meint, dass vieles richtig war, aber auch leider Gottes viele Sachen nicht richtig beurteilt worden sind.
Das grosse Manko, dass wir allerdings mit unserem derzeitigen Bürgermeister haben, ist sein undiplomatisches Verhalten. Er war ja lange Zeit im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland tätig, doch hat er da anscheinend nicht viel von der hohen Kunst der Diplomatie gelernt.
Schauen wir uns nur mal die folgenden beiden Artikel aus dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt als Beispiel an, die in dieser Woche abgedruckt worden sind. Sowohl die Vertreter von Bund Naturschutz Richard Mergner und Dr. Andreas Keller, als auch Grainau’s Bürgermeister Hildeprand werfen in Sachen Kramertunnel Schmid vor, mit den Interessenvertretern nicht reden zu wollen. Schmid hat sicherlich recht, dass er nicht die zuständig Person ist, mit der gesprochen werden muss, denn der Bauherr ist ja nicht die GAP Gemeinde, sondern der Freistaat im Auftrag des Bundes. Wie gesagt, da hat er zwar recht, doch der Wuiderer findet, dass es mit Sicherheit nicht geschadet hätte, wenn Schmid zumindest den Versuch unternommen hätte, mit dem BN und der Gemeinde Grainau einen einheitlichen Konsens zu schaffen, denn wir, die Bevölkerung aus Garmisch-Partenkirchen sind zweifelsfrei die grossen Nutzniesser, wenn die Realisierung des Kramertunnels innerhalb der nächsten 4 Jahre zustande kommt. Und so was kann man halt nur diplomatisch, indem man versucht, auf Basis von angenehmen Beziehungen die einzelnen Problemfälle durch Gespräche und Telefonate zur Sprache bringt. Sicherlich verlangt niemand, dass dann auf einmal alle einer Meinung sind und alle Probleme gelöst sind, aber man kennt sich, man kann die verschiedenen Meinungen besser interpretieren und man kann auf gute Kontakte zurückgreifen, wenn’s wirklich mal brenzlig wird. In Sachen Kramertunnel hat der Wuiderer fast das Gefühl, dass der BN und die Gemeinde Grainau dem Schmid eine auswischen wollen, anstatt sachlich mit allen Pros & Kontras das Projekt zu beurteilen.
Aufgrund seiner beruflichen Vergangenheit ist es einfach unglaublich, aber wahr: Schmids grösstes Defizit ist ganz klar der Umgang mit seinen “Geschäftspartnern”, egal ob Gemeinderatsmitglieder, oder Vertreter anderer Gremien, die in der Hierarchie unter unserem Bürgermeister stehen. Das dürfte auch der Grund gewesen sein, warum es zwischen ihm und der CSU zum grossen Bruch gekommen ist.
Warum macht er sich dadurch seinen Job so viel schwieriger? Gibt es jemanden in seiner Umgebung, der den Mumm hat, mit ihm über das Thema “diplomatisch” zu reden? Ist es überhaupt möglich, dass sich ein Mensch mit solchen Eigenschaften ändern kann, so dass er vom Einzelkämpfer zum Teamplayer wird? Das sind schon Gründe, wo sich der Wuiderer seine Gedanken machen würde, wenn er vom Christlich Sozialen Bündnis gefragt werden würde (was sicherlich nicht passiert), ob er als Gemeinderatskandidat zur Verfügung stehe. Denn wäre ich wirklich in der Lage, ein Gehör bei meinen Chef zu finden, um zumindest mit meinen Ideen vorstellig zu werden und diese, sowie die der anderen als Team zu diskutieren, wobei natürlich der Oberhäuptling immer das letzte Wort hat und haben soll.
Mei, des ist ja nur ein Beispiel; von den vielen Geschichten, die der Wuiderer in Sachen WM Bewerbung in Miami und Portugal gehört hat, fangen wir lieber erst gar nicht an. Aber der Grundtenor ging auch da wieder in die gleiche Richtung.
Trotzdem ist in den Augen vom Wuiderer Thomas Schmid der derzeitige Favorit, auch 2008 wiedergewählt zu werden. Warum? Weil wir derzeit keine bessere Alternative haben. Wenn allerdings der Kreis seiner engsten Vertrauten Schmid davon überzeugen könnte, in Zukunft als Teamplayer aufzutreten, dann wäre er wahrscheinlich auch der Richtige, um zukunftsweisend die Ziele unseres Ortes zu verfolgen. Die Frage ist nur, ob sich solch ein Einzelkämpfer so gravierend ändern kann… Wenn nicht, dann würde sich eventuell die Dritte wieder freuen können. Aber darüber hat ja der Wuiderer schon geschrieben – übrigens zu einem Zeitpunkt, wo Meierhofer noch nicht kandidiert hat…
Bis zum nächsten Mal, Euer Wuiderer
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